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Union zeigt sich unsicher über raschen Wulff-Erfolg

Hans-Peter FriedrichGroßansicht
Berlin (dpa) - Die Unionsfraktion zeigt sich unsicher, ob der schwarz-gelbe Bundespräsidentenkandidat Christian Wulff (CDU) die in den ersten beiden Wahlgängen nötige absolute Mehrheit bekommen wird.

CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich sagte am Dienstag in Berlin: «Ich gehe davon aus, dass es im ersten Wahlgang klappen wird. Wenn nicht, dann brauchen wir einen zweiten oder dritten.» Fraktionsgeschäftsführer Peter Altmaier (CDU) betonte: «Für uns ist entscheidend, dass am Ende des morgigen Tages der Präsident Christian Wulff heißt.»

Auf die Frage, wie sich die Koalition verhalte, falls Wulff an diesem Mittwoch auch im zweiten Wahlgang durchfiele, sagte Altmaier, die Wahl sei mit dem zweiten Wahlgang noch nicht beantwortet: «Im dritten Wahlgang fällt so oder so eine Entscheidung. Wir sind sehr zuversichtlich, dass sie (Wulffs Wahl) spätestens im dritten Wahlgang erfolgen wird.»

Im dritten Wahlgang reicht die einfache Mehrheit. Das schwarz-gelbe Lager hat deutlich mehr Stimmen als SPD, Grüne und Linke zusammen. Altmaier sagte, die Koalition sei entschlossen, «keine Wolken aufziehen zu lassen». Bis Dienstag habe es bei der Union keine Krankmeldungen oder Ausfälle gegeben.

Die CDU/CSU-Fraktion will sich dafür einsetzen, dass alle Wahlleute aus dem Bundestag und den Ländern geschlossen für Wulff votieren. «Dann wird es verschiedene Abendveranstaltungen geben, wo geschaut wird, dass dann auch keiner verloren geht», sagte der Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe, Stefan Müller. An diesem Mittwochmorgen werde dann in einer weiteren Fraktionssitzung abschließend überprüft, «ob auch alle den Abend gut verkraftet haben». «Es kann da gar nichts passieren», sagte Müller.

Bundespräsident
29.06.2010 · 14:09 Uhr
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