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Union: EU muss Klima-Ziel auf 30 Prozent anheben

Cancún (dpa) - Die Unions-Politiker im Umweltausschuss verlangen von der Bundesregierung, dass sie sich nach dem UN-Klimagipfel in Cancún für ehrgeizigere Klimaziele in der Europäischen Union einsetzt.

«Wir fordern, dass die EU ihre Ziele bei der Minderung der Emissionen von 20 auf 30 Prozent anhebt», sagte der CDU-Politiker Andreas Jung der Deutschen Presse-Agentur in Cancún.

Deutschland mit seinem Ziel von 40 Prozent weniger Treibhausgasen bis zum Jahr 2020 habe eine Vorreiterrolle und müsse nun Europa noch stärker mitziehen. «Nach dieser Konferenz ist der Zeitpunkt gekommen, dass die Bundesregierung Druck macht auf EU-Ebene für das 30-Prozent-Ziel», sagte auch der CDU-Umweltpolitiker Thomas Gebhart. «Dieser Schritt ist nach Cancún notwendig, damit die EU auch künftig als Vorreiter den Klimaprozess voran treiben kann», betonte Jung.

Innerhalb der Bundesregierung gibt es hierzu unterschiedliche Positionen. Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) macht sich für das 30-Prozent-Ziel stark, Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) ist dagegen eher skeptisch. Auch die Opposition hatte zuletzt wiederholt gefordert, das 30-Prozent-Ziel durchzusetzen, um neue Dynamik in die schwierigen Klimaschutzverhandlungen zu bringen. 13 Staaten sträuben sich bisher gegen ein höheres Klimaschutzziel, Länder wie Polen befürchten Nachteile für seine Wirtschaft.

UN / Klima
11.12.2010 · 20:59 Uhr
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