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Unicredit Austria muss 230 Millionen Euro an Deutschland zahlen

Zürich (dts) - Nach knapp zwanzig Jahren Rechtsstreit um das verschwundene SED-Vermögen hat das Obergericht des Kantons Zürich in zweiter Instanz die Unicreditbank Austria zur Zahlung von 230 Millionen Euro an die Bundesrepublik Deutschland verurteilt. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Samstagsausgabe). Die Bank sei als Rechtsnachfolgerin der Bank Austria und deren Schweizer Tochtergesellschaft auferlegt worden, dem Bundesfinanzministerium 128.355.788,47 Euro zu erstatten, was am Ende 230 Millionen Euro seien, berücksichtige man die zuzüglich fälligen fünf Prozent Zins und Zinseszinsen seit dem 27. Juni 1994. Damals hatte die Treuhandanstalt in Zürich Klage gegen die Bank Austria erhoben wegen des Verdachts der Beihilfe zur Wäsche von 250 Millionen D-Mark SED/PDS-Gelder zum Zwecke der Veruntreuung. Nach Recherchen der Treuhandanstalt waren jene 250 Millionen D-Mark 1992 spurlos von Konten der ehemaligen DDR-Handelsgesellschaft Novum und deren Tochtergesellschaft Transcarbon verschwunden.
Schweiz / Österreich / DEU / Justiz / Parteien
27.03.2010 · 06:30 Uhr
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