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Ungarns Neonazis wollen in die Regierung

Rechtsextreme Vorzeigefrau mit Perlenkettchen: Krisztina Morvai. Ihre Parteifreunde tragen gern auch Glatze und Springerstiefel.Großansicht
Budapest (dpa) - Ungarns Rechtsextremisten haben nach ihrem Erfolg bei der Europawahl den Anspruch auf Regierungsverantwortung angemeldet. «Die Bevölkerung hat uns signalisiert, dass wir uns auf die Übernahme von Regierungsaufgaben vorbereiten sollen», erklärte Gabor Vona, Chef der Jobbik-Partei, in Budapest.

Die rechtsextreme Gruppierung hatte bei dem Urnengang am 7. Juni aus dem Stand 14,8 Prozent der Stimmen auf sich vereint und damit drei von 22 ungarischen Sitzen im Europaparlament errungen. Die Partei fiel vor allem durch ihre Hetze gegen Roma und die Gründung einer faschistoiden, paramilitärischen Formation, der Ungarischen Garde, auf.

Die nächsten Parlamentswahlen stehen in Ungarn spätestens im kommenden Frühjahr an. Meinungsforscher sagen einen deutlichen Sieg des oppositionellen national-konservativen Bundes Junger Demokraten (FIDESZ) voraus. Die von Ex-Ministerpräsident Viktor Orban angeführte Partei dürfte dabei eine absolute Mehrheit erreichen. Orban schloss aber dennoch eine Zusammenarbeit mit der Jobbik bislang nicht kategorisch aus. In mehreren Gemeinden haben FIDESZ und Jobbik nach den Kommunalwahlen 2006 Koalitionen gebildet.

Extremismus / Ungarn
27.06.2009 · 15:10 Uhr
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