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Ungarn kritisiert Herabstufung auf Ramsch-Niveau

Budapest (dts) - Die ungarische Regierung hat die Herabstufung der Kreditwürdigkeit des Landes durch die Ratingagentur Moody`s scharf kritisiert. Wie das Wirtschaftsministerium am Freitag erklärte, sei der Schritt den Staat weiter herabzustufen fachlich nicht zu begründen. "Da die Bewertung durch Moody’s keine reale Grundlage hat, kann die ungarische Regierung sie nur als Teil eines finanziellen Angriffs interpretieren", hieß es in einer Mitteilung des Wirtschaftsministeriums.

Die US-amerikanische Ratingagentur Moody`s hatte am Donnerstag die Bewertung Ungarns von "Baa3" auf "Ba1" gesenkt. Die Analysten begründeten den Schritt mit der zunehmenden Unsicherheit, ob Ungarn angesichts eingeschränkter Wachstumsaussichten mittelfristig seinen Staatshaushalt konsolidieren und die öffentlicher Verschuldung zurückführen kann. Der Ausblick für Ungarn sei weiterhin negativ. Die mächtigen Ratingagenturen S&P, Moody`s und Fitch stehen unter europäischen Politikern schon seit längerer Zeit in der Kritik. Ihnen wird vorgeworfen, mit ihren Herabstufungen die Krise in Europa zu verschärfen und parteiisch zu handeln. Von Seiten der EU-Politiker wird eine europäische Ratingagentur gefordert, mit der im Jahr 2012 gerechnet wird.
Ungarn / Wirtschaftskrise / Finanzindustrie / Weltpolitik
25.11.2011 · 11:16 Uhr
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