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UNEP-Chef Steiner will mehr Geld für Klimaschutz

Osnabrück (dpa) - Kurz vor Beginn der Klimakonferenz in Kopenhagen hält der Leiter des UN-Umweltprogramms (UNEP), Achim Steiner, bisher geplante Klimahilfen der Industriestaaten an die Entwicklungsländer für unzureichend.

«Der derzeit diskutierte Sofortfonds in Höhe von zehn Milliarden Euro bewegt sich unterhalb des Minimums dessen, was für konsequente Klimapolitik tatsächlich notwendig wäre», sagte Steiner der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Montag). Mittelfristig seien rund 100 Milliarden Euro jährlich vorgesehen. «Ich würde mir wünschen, dass eine solche jährliche Summe nicht erst ab 2020 gilt», sagte der ranghöchste Deutsche bei den Vereinten Nationen. Je schneller gemeinsame Initiativen mit Finanzierung unterstützt würden, «desto eher erreichen wir die Ziele des Weltklimarats, etwa die Erderwärmung auf maximal zwei Grad zu begrenzen».

Steiner sagte, in Kopenhagen sei ein Einigung noch immer möglich. Eine entscheidende Frage sei, ob die Menschheit ihre eigene Untätigkeit auf dem Planeten bewältigen könne. Bald neun Milliarden Menschen auf der Erde müssten intelligenter und effizienter wirtschaften. Gefragt seien Investitionen in eine Kreislaufwirtschaft. Steiner: «Natur hat keinen Abfall. Allein der Mensch sichere sich mit einer enormen Müllmenge sein wirtschaftliches Wohlergehen. Das verträgt dieser Planet nicht», sagte er dem Blatt.

UN / Klima / Gipfel
07.12.2009 · 06:39 Uhr
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