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Unbekannte verübten offenbar Cyber-Attacke auf Bundeskriminalamt

Wiesbaden (dts) - Nachdem Fahnder Freitagmittag die meisten Internetserver der deutschen Piratenpartei vom Netz getrennt hatten, waren am Nachmittag plötzlich die Internetseiten des Bundeskriminalamtes unter bka.de und polizei.de nicht mehr aufzurufen. "Ja, die Internetseiten waren zeitweise nicht erreichbar", bestätigte eine BKA-Sprecherin der "Mitteldeutschen Zeitung" (Samstagausgabe). Sie nannte aber weder Zeitraum noch Ursache.

Offenbar, so Spekulationen im Netz, waren die Server der Bundespolizei ausgefallen, nachdem Mitglieder des weltweiten Kollektivs Anonymous sie mit einer sogenannten Denial-of-Service-Attacke angegriffen hatten. Dabei werden Internetseiten automatisch mit zehn- oder hunderttausenden Anfragen bombardiert, bis sie unter dem Ansturm zusammenbrechen. Vermutungen von Internet-Nutzern aus dem Umfeld der Piratenpartei hatten zuvor darauf hingedeutet, dass die Abschaltung der Internetserver der sechstgrößten deutschen Partei im Zusammenhang mit einem Netzdienst steht, den die Piraten für das gemeinsame Arbeiten unterschiedlicher Nutzer mit Dokumenten im Internet anbieten. Die Gruppe Anonymous, die in der Vergangenheit wegen der Kündigung von Konten des Enthüllungsportals Wikileaks Netzattacken gegen Visa und Mastercard gefahren hatte, habe das Piratenpad zur Vorbereitung von Aktionen genutzt.
DEU / Internet / Kriminalität / Parteien / Computer
20.05.2011 · 20:06 Uhr
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