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UN wollen Haiti-Mandat erweitern

Zerstörter PräsidentenpalastGroßansicht
New York (dpa) - Die Vereinten Nationen wollen ihre Arbeit im erdbebenzerstörten Haiti auf fünf Kernbereiche ausdehnen. Außer beim Wiederaufbau des Landes will die Weltorganisation die Regierung in Port-au-Prince künftig auch in politischen, sozialen, Umwelt- und Sicherheitsfragen zur Seite stehen.

Der UN-Sonderbeauftragte für Haiti, Edmond Mulet, appellierte am Mittwoch an den Sicherheitsrat, der UN-Mission MINUSTAH das Mandat für die zusätzlichen Aufgaben zu erteilen. Der Rat will in Kürze eine neue Haiti-Resolution verabschieden.

Dem mächtigen UN-Gremium liegt ein Bericht von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zur aktuellen Lage in dem Karibikstaat vor. Darin warnt Ban, dass «die kommenden 12 bis 18 Monate eine äußerst riskante Phase für Haiti sind», in der alle Probleme gleichzeitig angegangen werden müssten. Darum sollten die UN Port-au-Prince in jeder Beziehung helfen, die schweren Aufgaben zu bewältigen, ohne die Autorität der Regierung anzutasten. Demnach würde MINUSTAH auch für die politische Stabilität in dem verwüsteten Land mitsorgen. Haiti hat durch das verheerende Erdbeben am 12. Januar laut Mulet jeden vierten Beamten und Regierungsmitarbeiter verloren.

UN / Erdbeben / Haiti
29.04.2010 · 08:32 Uhr
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