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UN: Viele Massaker-Opfer aus nächster Nähe erschossen

Genf (dpa) - Die meisten Opfer des Massakers in der syrischen Ortschaft Al-Hula wurden nach bisherigen Erkenntnissen aus nächster Nähe erschossen. Zu diesem Ergebnis kommt eine erste Untersuchung von UN-Experten.

Danach wurden etwa 20 Menschen von Artilleriegeschossen getroffen. Die restlichen Opfer seien nach Aussagen von Überlebenden des Massakers von Milizionären getötet worden.

Ganze Familien seien demzufolge in ihren Häusern erschossen worden, sagte der Sprecher von UN-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay am Dienstag in Genf. Er verurteilte das Blutbad als «absolut abscheulich» und grauenhaft.

Unter den Opfern seien 49 Kinder und 34 Frauen. Viele der Kinder sollen jünger als zehn Jahre gewesen sein. Sprecher Rupert Colville betonte, es handele sich noch um vorläufige Angaben. Es gebe Berichte über weitere Tote. Es werde noch dauern, bis die genaue Zahl der Todesopfer geklärt sei. Viele der Menschen seien regelrecht hingerichtet worden. Einwohner machten für das Massaker die regimetreue Schabiha-Miliz verantwortlich, ergänzte er.

Colville forderte eine umfangreiche Untersuchung des Blutbades. Zugleich bekräftigte er die Forderung des UN-Hochkommissariats, Menschenrechtsverletzungen in Syrien vor den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag zu bringen.

Konflikte / UN / Syrien
29.05.2012 · 22:23 Uhr
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