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UN: Mehr als 100 000 aus Libyen geflohen

Genf (dpa) - In der vergangenen Woche sind mehr als 100 000 Menschen vor den Unruhen in Libyen geflohen. Das teilte das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) am Sonntag in Genf mit.

«Wir sind entschlossen, Tunesien und Ägypten bei jeder Person zu helfen, die aus Libyen flieht», wird der Hohe Flüchtlingskommissar António Guterres in einer Mitteilung zitiert. Er rief die internationale Gemeinschaft auf, dies ebenfalls zu tun.

Am Samstag hatte die tunesische Regierung erklärt, seit dem 20. Februar hätten 40 000 Menschen die Grenze passiert. Allein in der vergangenen Nacht sollen noch einmal 10 000 dazu gekommen sein, erklärte das UNHCR. Von diesen 50 000 seien etwa 18 000 Tunesier, 15 000 Ägypter, 2500 Libyer und rund 2000 Chinesen. In Ägypten sind nach UNHCR-Informationen seit dem 19 Februar 55 000 Menschen angekommen, darunter 46 000 Ägypter.

UNHCR-Mitarbeiter, die von Ägypten aus die libysche Grenze überquert haben, sind dabei auch auf libysches Militär- und Polizeipersonal gestoßen, die sich von ihren Truppen abgesetzt hatten. Sie arbeiteten jetzt mit Stammesvertretern zusammen. Diese berichteten, sie benötigten dringend humanitäre Hilfe. Es herrsche Lebensmittelmangel im ganzen «befreiten» östlichen Teil Libyens. Auch fehle es an medizinischer Ausrüstung.

UN / Flüchtlinge / Libyen
27.02.2011 · 21:31 Uhr
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