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UN legen Bericht zu Bhutto-Mord vor

Benazir Bhutto im November 2007 - einen Monat vor ihrer Ermordung.Großansicht
New York (dpa) - Der auf Drängen Pakistans zunächst zurückgehaltene Bericht zum Mord an der früheren pakistanischen Ministerpräsidentin Benazir Bhutto sollte am späten Donnerstag (2330 MESZ) in New York veröffentlicht werden.

Bhutto war am 27. Dezember 2007 in der Garnisonsstadt Rawalpindi nach einer Wahlkampfkundgebung bei einem Attentat getötet worden. Mit der Chefin der Pakistanischen Volkspartei (PPP) starben mehr als 20 weitere Menschen.

Eine von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon berufene Kommission hatte nach dem Selbstmordanschlag neun Monate lang ermittelt. Das Ergebnis sollte am späten Donnerstagabend (2230 MESZ) erst Ban und dem Sicherheitsrat, eine Stunde später dann auch Journalisten in New York vorgestellt werden.

Die Nachricht von Bhuttos Tod hatte damals Gewalt und Chaos in Pakistan ausgelöst. Obwohl sich niemand zu der Tat bekannt hatte, galt ein Führer der pakistanischen Taliban mit Verbindung zu Al-Kaida als mutmaßlicher Drahtzieher des Attentats. UN-Chef Ban hatte im Juni 2009 den chilenischen Botschafter Heraldo Munoz, den indonesischen Ex-Justizminister Marzuki Darusman und den irischen Polizisten Peter Fitzgerald damit beauftragt, die Hintergründe des Anschlags aufzuklären. Weder die Regierung in Islamabad noch Ban selbst kennen nach UN-Angaben den Inhalt des Berichtes. Er war auf «dringende Bitte» der Regierung in Islamabad um zwei Wochen zurückgehalten worden. Einen Grund hatte Ban dafür nicht angegeben.

UN / Konflikte / Pakistan
15.04.2010 · 14:27 Uhr
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