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UN: Instabile Preise fördern Hungerkatastrophen

In Rom hat die Welternährungswoche der Vereinten Nationen begonnen. Foto: Mario de RenzisGroßansicht

Rom (dpa) - Die Vereinten Nationen haben zum diesjährigen Welternährungstag hohe und schwankende Lebensmittelpreise als eine wesentliche Ursache für Hungerkatastrophen angeprangert.

Die UN gaben am Montag in Rom den Startschuss für die 37. Tagung des Welternährungsausschusses (CFS). Bis Samstag wollen sich die Teilnehmer - darunter auch Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) - mit neuen Strategien gegen die Preisinstabilität beschäftigen.

Wie die in Rom ansässige UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) erläuterte, stiegen die Nahrungsmittelpreise in den Jahren 2005 bis 2008 auf das höchste Niveau der vergangenen drei Jahrzehnte. Nicht nur Hunger, sondern auch politische Unsicherheit waren die Folge. Nach letzten Berichten der Weltbank rutschten zwischen 2010 und 2011 allein durch steigende Lebensmittelpreise fast 70 Millionen Menschen in extreme Armut ab.

«Für von Nahrungsmittelimporten abhängige Länder bedeutet das steigende Kosten. Für den Einzelnen unter Armen, die nicht mehr als 1,25 US-Dollar (etwa 90 Eurocent) pro Tag zur Verfügung haben, heißt es eine Mahlzeit weniger», so die FAO. Weltweit hungern laut Welthungerbericht der FAO noch etwa 925 Millionen Menschen. Nicht nur am Horn von Afrika, sondern in mindestens 26 Staaten wird die Lage als «sehr ernst» eingestuft.

Neben den unsicheren Lebensmittelpreisen wollen die Experten in Rom auf das sogenannte «Landgrabbing» erörtern. Schätzungen zufolge wurden in den vergangenen Jahren zwischen 50 und 80 Millionen Hektar Land in Entwicklungs- und Schwellenländern von ausländischen Investoren erworben.

UN / Ernährung
17.10.2011 · 15:28 Uhr
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