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UN für Geburtenkontrolle auf den Philippinen

Geburtenrate im ManilaGroßansicht

Manila (dpa) - Die Vereinten Nationen haben den bevölkerungsreichen Philippinen am Sonntag Geburtenkontrolle nahegelegt. Wenn das Parlament ein umstrittenes Gesetz zur staatlichen Förderung von Verhütungsmitteln nicht verabschiede, könnten sich Entwicklungsfortschritte in Luft auflösen.

So heißt es in einer Stellungnahme des UN-Büros in Manila. Das Gesetz sieht vor, dass Arme umsonst Verhütungsmittel bekommen und auch in Schulen über Verhütung geredet wird.

Das Parlament will am Dienstag entscheiden, ob der seit elf Jahren debattierte Gesetzentwurf nun verabschiedet werden soll. Mehr als 80 Prozent der Philippiner sind Katholiken. Die einflussreiche Kirche macht gegen das Vorhaben mobil. Damit werde die Promiskuität junger Menschen gefördert und Familien würden zerstört, meint sie. Sie brachte zu einem Protest am Samstag 10 000 Menschen auf die Straße.

Die philippinische Bevölkerung wächst nach Angaben des Statistikamtes mit einer Rate von 1,9 Prozent so rasant wie kaum anderswo in Südostasien. Die Regierung rechnet mit dem Überschreiten der 100-Millionen-Marke 2014. Ohne das Gesetz werde die Zahl der Armen trotz wirtschaftlicher Fortschritte weiter wachsen, warnte das UN-Büro.

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UN-Mitteilung
UN / Gesellschaft / Religion / Philippinen
05.08.2012 · 11:17 Uhr
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