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UN-Armutsgipfel geht mit Obama zu Ende

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New York (dpa) - Am letzten Tag des Armutsgipfels können die Vereinten Nationen am Mittwoch noch einmal hohe politische Prominenz begrüßen. US-Präsident Barack Obama, der chinesische Regierungschef Wen Jiabao und sein neuer britischer Amtskollege David Cameron wollen zu den Delegierten sprechen.

Auf dem dreitägigen Gipfel ging es um die sogenannten Millenniumsziele. Im Jahr 2000 hatten die UN beschlossen, bis 2015 die Armut und den Hunger auf der Welt zu halbieren, Krankheiten zu bekämpfen und Bildung und Umweltschutz zu fördern.

Am Tag zuvor hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor den Delegierten aus aller Welt betont, dass Deutschland an seiner Entwicklungshilfe festhalte, aber auch Ergebnisse sehen wolle. Berlin sehe seine Rolle als «verantwortungsbewusster Unterstützer von Eigenanstrengungen», sagte Merkel «Denn ohne eigenes, sich selbst tragendes Wirtschaftswachstum wird für die Entwicklungsländer der Weg aus Armut und Hunger zu steil bleiben.»

«Wir brauchen mehr Ergebnisorientierung», forderte Merkel. Statt auf schnelle Erfolge zu setzen, müsse langfristig gedacht werden. Das könne mit «größeren Freiräumen für nationale Politiken» verbunden werden, um den Besonderheiten der einzelnen Länder zu entsprechen. «Der Entwicklungsprozess liegt in erster Linie in der Verantwortung der Regierungen der Entwicklungsländer. Sie haben es in der Hand, ob Hilfe effizient erfolgen kann.» Fortschritt und Entwicklung seien ohne gute Regierungsführung und Achtung der Menschenrechte undenkbar.

Russland wies die Staatengemeinschaft auf die Gefahr nachlassender Entwicklungshilfe hin. «Wenn wir in unserer globalisierten und von einander abhängigen Welt nicht auf die Bedürfnisse der ärmsten Länder eingehen, riskieren wir das Wohl der gesamten Wirtschaft und setzen die Stabilität und Sicherheit in vielen Regionen aufs Spiel», sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow. «Außerdem riskieren wir, dass sich Terrorismus, Seuchen und die unkontrollierte Migration erheblich ausbreiten.»

UN / Entwicklungspolitik / Deutschland
22.09.2010 · 08:15 Uhr
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