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Umweltschützer: Asse-Fund bestätigt Atomausstieg

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Berlin (dpa) - Die neuen Funde radioaktiv belasteter Lauge im niedersächsischen Atomlager Asse bestätigen aus Sicht von Umweltschützern die Notwendigkeit des Atomausstiegs.

Jetzt müsse die Debatte über längere Laufzeiten von Kernkraftwerken beendet werden, verlangte der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) am Mittwoch in Berlin. «Der BUND sieht die Probleme im Endlager Asse als Menetekel gegen Laufzeitverlängerungen.» Jedes weitere AKW-Betriebsjahr verursache 450 Tonnen zusätzlichen Atommüll in einem noch nicht bestimmten Endlager für stark strahlende Nuklearabfälle. In der Diskussion hierüber ist bisher nur der umstrittene Standort Gorleben. In Asse bei Wolfenbüttel lagert dagegen nur schwach und mittelstark strahlender Müll.

Bis zur geplanten Stilllegung des letzten Atomkraftwerks im Jahr 2022 würden zusätzlich rund 5000 Tonnen nuklearer Müll anfallen, warnte die Umweltorganisation. Eine Verlängerung der Laufzeiten um zehn Jahre würde bedeuten, dass am Ende statt 10 800 Tonnen 15 300 Tonnen abgebrannter Brennelemente zusammenkämen, betonte der Umweltverband. «Schon jetzt gibt es in Deutschland 6000 Tonnen hochgefährliche Atomabfälle in Form von bestrahlten Brennelementen, von denen niemand wisse, wohin damit».

Das Bundesamt für Strahlenschutz in Salzgitter hatte zuvor über neue kontaminierte Laugenfunde berichtet. Eine Gefährdung des Betriebspersonals und der Umgebung der Asse sei aber ausgeschlossen. So wurde bei einem Kontrollgang der Schachtanlage Asse II an der tiefsten Stelle des Schachtes 2 in 950 Meter Tiefe eine Ansammlung von neuen Salzlösungen festgestellt. Eine weitere Stelle wurde auf der 925-Meter-Sohle gefunden.

Atom / Asse
15.07.2009 · 11:58 Uhr
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