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Umstrittener Besuch: Dalai Lama an Grenze zu Tibet

Ein Besuch des Dalai Lama (Archivbild) in einem Kloster im Osten Indiens wird von China scharf kritisiert.
Neu Delhi (dpa) - Der Dalai Lama ist am Sonntag zu einem von China heftig kritisierten Besuch in einem Kloster im Osten Indiens an der Grenze zu Tibet eingetroffen.

Tausende Menschen, darunter viele Mönche, jubelten ihm bei seiner Ankunft in der Ortschaft Tawang im indischen Bundesstaat Arunachal Pradesh zu. China hatte wiederholt gegen den Besuch des religiösen Oberhaupts der Tibeter in der Region protestiert, die Peking als Südteil von Tibet betrachtet.

Indien weist das zurück und erhebt seinerseits Anspruch auf ein chinesisches Gebiet an der Grenze zum indischen Teil Kaschmirs. Die Regierung in Neu Delhi hatte erklärt, es stehe dem Dalai Lama frei, zu reisen wohin er wolle, solange es dabei um religiöse Dinge gehe.

Der Dalai Lama wies chinesische Vorwürfe, er unterstützte eine Abspaltung Tibets, am Sonntag als unbegründet zurück, wie die Nachrichtenagentur IANS weiter berichtete. Sein Besuch sei unpolitisch, sagte er in dem Kloster, wo er ein Museum einweihte. Seine jahrelangen Bemühungen um eine größere Autonomie Tibets sind bislang erfolglos geblieben.    

Der Dalai Lama war auf seiner Flucht aus Tibet 1959 nach der Niederschlagung eines Volksaufstands in seiner Heimat auch durch Tawang gekommen. Er lebt seither in Dharamsala im Norden Indiens im Exil. Die chinesische Volksbefreiungsarmee hatte Tibet 1950 besetzt. Erst im August hatte sich China verärgert über einen Besuch des Dalai Lamas in Taiwan gezeigt, das Peking als abtrünnige Provinz ansieht.

Religion / Indien / Tibet / China
08.11.2009 · 14:40 Uhr
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