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Umfragen: Deutsche glauben katholischer Kirche nicht

Seminargebäude des Benediktinerkosters Sankt Ottilien in Oberbayern.Großansicht
Köln/Frankfurt (dpa) - Nicht einmal ein Drittel der Deutschen hält die katholische Kirche nach einer aktuellen Umfrage zufolge für ehrlich. Dies berichtet der Kölner Stadt-Anzeiger (Samstagsausgabe).

Außerdem haben sie auch wenig Vertrauen, dass die Bischöfe bei der Aufklärung sexueller Missbrauchsfälle mithelfen werden. Nur knapp 20 Prozent der für eine zweite Studie Befragten geht einem Bericht der «Frankfurter Rundschau» (Samstagsausgabe) davon aus, dass die Kirche zur Aufklärung beiträgt.

Mehr als zwei Drittel waren dagegen der Ansicht, die katholische Kirche arbeite nicht konstruktiv mit den Behörden zusammen. Für die unterschiedlichen Studien im Auftrag der beiden Medien hat das Meinungsforschungsinstitut Omniquest 1000 Menschen befragt.

Dem «Kölner Stadt-Anzeiger» zufolge hält auch von den befragten Katholiken weniger als die Hälfte ihre Kirche für ehrlich und lebensnah. Von den rund 1000 Befragten insgesamt antworteten 29,9 Prozent, die katholische Kirche sei lebensnah - und 32,8 Prozent, sie sei glaubwürdig. Die katastrophalen Ergebnisse sind nicht nur der aktuellen Situation zuzuschreiben, sondern Ausdruck eines langfristigen und schlimmen Vertrauensverlustes, zitierte das Blatt Christian Weisner, Mitinitiator der Basis-Bewegung «Wir sind Kirche».

Drei von vier Befragten (73,3 Prozent) sähen zudem einen Zusammenhang zwischen der zölibatären Lebensweise von Priestern und dem sexuellen Missbrauch Jugendlicher, berichtet die «Frankfurter Rundschau».

Kirchen / Schulen / Kriminalität
27.02.2010 · 09:04 Uhr
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