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Umfrage: Mehrheit für Neuwahlen in Schleswig-Holstein

Kiel (dts) - Nach dem Scheitern der großen Koalition im Kieler Landtag spricht sich mehr als die Hälfte der Schleswig-Holsteiner für vorgezogene Neuwahlen aus. Das ergibt eine Umfrage vom Infratest dimap im Auftrag des NDR. 56 Prozent der Befragten sprechen sich für vorgezogene Neuwahlen aus, 36 Prozent sind dagegen. Bei einer Umfrage im Mai waren nur 24 Prozent der Schleswig-Holsteiner für Neuwahlen, 72 Prozent lehnten sie damals ab. Sollte am kommenden Sonntag ein neuer Landtag gewählt werden, gäbe es eine Mehrheit für eine Koalition aus CDU und FDP. Die SPD und ihr Spitzenkandidat Ralf Stegner rutschen in der Gunst der Wähler deutlich ab. Die CDU kommt bei der sogenannten Sonntagsfrage auf 36 Prozent der Stimmen und verliert 4,2 Prozentpunkte im Vergleich zum Ergebnis der Landtagswahl 2005. Die SPD rutscht von 38,7 auf nur noch 24 Prozent, ein Verlust von 14,7 Prozentpunkten. Die FDP erreicht 15 Prozent, ein Plus von 8,4 Prozentpunkten, und die Grünen liegen bei 14 Prozent, ein Plus von 7,8 Prozentpunkten. Der Südschleswigsche Wählerverband (SSW), für den die Fünf-Prozent-Hürde zur Landtagswahl nicht gilt, käme auf 3 Prozent, ein Verlust von 0,6 Prozentpunkten. Die Partei Die Linke würde mit 5 Prozent erstmals in das Parlament einziehen. Bei der Landtagswahl 2005 war sie noch als PDS angetreten und auf 0,8 Prozent gekommen.
DEU / SWH / Koalitionskrise
18.07.2009 · 09:54 Uhr
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