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Umfrage: Libyer im Rebellengebiet unzufrieden mit Nato

Bengasi (dpa) - Zwei Drittel der Libyer im Rebellengebiet sind laut einer Umfrage nicht zufrieden mit den Militäraktionen der Nato zum Schutz der Zivilbevölkerung.

Bei einer Befragung in den von Aufständischen kontrollierten Städten im Osten des Landes erklärten 65 Prozent, die Aktionen der Nato zur Umsetzung der UN-Resolution 1973 seien nicht ausreichend. 28 Prozent der Befragten äußerten sich zufrieden.

Die Umfrage der libyschen Garjunis-Universität, an der sich in den vergangenen Tagen nach Angaben der Forscher 1758 Libyer beteiligten, wurde am Dienstag in der Rebellenhochburg Bengasi vorgestellt. Der Dozent Fathi Ali sagte: «Dies ist die erste echte Meinungsumfrage in Libyen seit Jahrzehnten.»

Laut Umfrage sind 96 Prozent der Menschen im Osten gegen eine Rolle für Machthaber Muammar al-Gaddafi oder einen seiner Nachkommen in einer Übergangszeit. Nur zwei Prozent der Befragten sagten, sie hielten dies für denkbar.

Die Forscher fragten auch, ob das Terrornetzwerk Al-Kaida bisher eine Rolle beim Aufstand in Libyen gespielt habe. Diese Frage beantworteten zwei Prozent der Menschen im Osten Libyens mit «Ja», ebenfalls zwei Prozent erklärten, sie könnten sich eine «politische Rolle» für Al-Kaida im «neuen Libyen» vorstellen.

Die Namen der Befragten wurden nach Angaben der Forscher nicht erhoben. Allerdings räumten die Wissenschaftler ein, dass sich einige möglicherweise genötigt gesehen hätten, Antworten zu geben, die auf der Linie der Führung der Aufständischen liegen.

Konflikte / Libyen
20.04.2011 · 09:25 Uhr
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