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Umfrage: Jeder vierte Ostdeutsche sieht sich als Verlierer

Berlin (dts) - Jeder vierte Ostdeutsche fühlt sich als Verlierer der Wende. Dies geht aus einer Studie, die im Auftrag des Sozial- und Wohlfahrtsverbands Volkssolidarität durchgeführt wurde, hervor. Laut dieser Umfrage sehen sich 38 Prozent als Gewinner der Jahre seit dem Mauerfall, während sich 23 Prozent als Verlierer bezeichnen. Gunnar Winkler, Präsident der Volkssolidarität, sagte, dass sich die Erwartungen der Ostdeutschen vor allem in den Bereichen des Konsums, des Wohnens, des Reisens und der Freiheit erfüllt hätten. Trotz dieser positiven Entwicklungen wünschen sich zehn Prozent der Befragten die DDR zurück. Dies hängt vor allem mit der Unzufriedenheit über die Einkommensentwicklung und die allgemeine Lage der Lebensverhältnisse zusammen. "Ihre wirtschaftliche Lage bewerteten 2009 nur noch 32 Prozent der Ostdeutschen mit gut. 1999 waren es rund 47 Prozent", sagte Winkler. Erschreckend ist auch die Meinung zu Ausländern. Insgesamt 40 Prozent der Ostdeutschen sind negativ gegenüber Ausländern eingestellt, obwohl laut Winkler lediglich zwei Prozent der Bevölkerung Ausländer seien. Für die jährliche repräsentative Untersuchung wurden 1.900 Personen befragt. Insgesamt betrachtet, fällt das Ergebnis der Studie doch recht positiv aus. Knapp die Hälfte der Ostdeutschen ist heutzutage mit dem Leben in den neuen Bundesländern zufrieden.
DEU / Umfrage / Volkssolidarität
21.07.2009 · 00:24 Uhr
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