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Umfrage: Deutsche und Franzosen fühlen sich nicht nahe

Paris (dpa) - Mit der vielbeschworenen Nähe zwischen Deutschen und Franzosen ist es offensichtlich nicht weit her.

Auf die Frage «Welchem europäischen Land fühlen Sie sich am nächsten?» antworteten laut einer Meinungsumfrage für das Magazin «ParisBerlin» gerade mal 21 Prozent der Deutschen mit «Frankreich». Fast ebenso viele Befragte entschieden sich für die skandinavischen Ländern (20,1 Prozent) oder andere Staaten (20,4 Prozent).

Andersherum stellt sich die Gefühlslage nicht sehr unterschiedlich dar. Rund ein Viertel der Franzosen fühlt sich Deutschland am nächsten. 22,2 Prozent der Befragten nennen aber beispielsweise Italien. Die gefühlte Nähe zu Frankreich beziehungsweise Deutschland sei bei den ältesten Befragten sowie bei Ärzten, Beamten und leitenden Angestellten am stärksten, kommentieren die Autoren in der am Montag veröffentlichten Studie.

Weiteres Ergebnis: Kaum ein Deutscher oder Franzose hält es für sehr wichtig, die Sprache des anderen zu verstehen. Auf die Frage «Welche Sprache, außer Ihrer Muttersprache, sollte man heute beherrschen?», antworteten lediglich 1,8 Prozent der deutschen Befragten mit «Französisch», und damit noch weniger als mit «Chinesisch» (2,1 Prozent). Franzosen nannten ein wenig öfter die deutsche Sprache (2,1). Auch sie räumten jedoch der chinesischen (8,3) und der englischen Sprache (84,8) eine wesentlich größere Bedeutung ein.

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«ParisBerlin»
Gesellschaft / Frankreich / Deutschland
30.01.2012 · 17:26 Uhr
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