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Umfrage: 86 Prozent sehen Einheit positiv

Jubelnde Menschen freuen sich 1989 auf der Berliner Mauer über die Öffnung der deutsch-deutschen Grenzen.Großansicht
Berlin (dpa) - Zwanzig Jahre nach dem Mauerfall bewerten 86 Prozent der Deutschen die Wiedervereinigung als eine richtige Entscheidung.

Im Osten liegt die Zustimmung zur Einheit mit 91 Prozent etwas höher als im Westen (85 Prozent), ermittelte die Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF-«Politbarometer». Nur 11 Prozent (West: 12; Ost: 8) sprechen von einer falschen Entscheidung. Damit ist die Haltung zu diesem historischen Ereignis stabil: Seit Anfang der 1990er Jahre halten kontinuierlich rund vier von fünf Bürgern die Deutsche Einheit für richtig.

Eine Erhebung für den ARD-«Deutschlandtrend» ergab, dass für viele Deutsche die Vorteile der Wiedervereinigung überwiegen. 58 Prozent sind demnach der Meinung, dass die Einheit eher Vor- als Nachteile gebracht hat. Trotzdem finden fast zwei Drittel (64 Prozent) der Ostdeutschen, dass die Gesellschaft seit der Wiedervereinigung ungerechter geworden ist. Das sind deutlich mehr als im Westen (43 Prozent). Nur 21 Prozent der Ostdeutschen sagen, die Gesellschaft in Deutschland sei seit 1989 gerechter geworden.

Eine Analyse der Konrad-Adenauer-Stiftung ergab, dass 91 Prozent die Grenzöffnung am 9. November 1989 als ein gutes Ereignis sehen. Jüngere Befragte, darunter vor allem die, die den Fall der Mauer nicht miterlebt haben, äußerten sich reservierter. Vor allem die Ursachen für den Mauerfall seien nicht immer bekannt, hieß es.

In den politischen Lagern finden es laut ZDF-«Politbarometer» 94 Prozent der Grünen-, 92 Prozent der CDU/CSU-, 91 Prozent der FDP-, sowie je 83 Prozent der SPD- und der Linkspartei-Anhänger richtig, dass Deutschland nach dem Fall der Mauer wieder zu einem Staat wurde.

Differenzen gibt es nach der am Donnerstag veröffentlichten ZDF- «Politbarometer»-Umfrage aber bei der Frage nach den Profiteuren der Einheit. Hier sagen 60 Prozent der Westdeutschen, dass die Wiedervereinigung eher den Ostdeutschen genutzt habe. Anders ist das Bild im Osten: Hier sagen 34 Prozent, die Westdeutschen hätten eher profitiert, nur 23 Prozent meinen «eher die Ostdeutschen».

Eine Mehrheit nimmt noch immer eher das Trennende zwischen Ost und West wahr. 57 Prozent aller Befragten - 56 Prozent im Westen und 61 Prozent im Osten - meinen, zwischen den beiden Teilen der Republik würden Unterschiede überwiegen, insgesamt 40 Prozent erkennen mehr Gemeinsamkeiten. Ende 1995 hatten aber nur 26 Prozent Gemeinsamkeiten gesehen, 70 Prozent erkannten Gegensätze.

Für das «Politbarometer Extra» befragte die Forschungsgruppe Wahlen vom 27. bis 29. Oktober 1207 Wahlberechtigte per Telefon. Für den ARD-«Deutschlandtrend» wurden vom 2. bis 3. November 1000 Bürger ab 18 Jahren befragt.

Geschichte / Umfragen / Deutschland
05.11.2009 · 22:50 Uhr
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