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Umfrage: 37 Prozent würden eurokritische Partei wählen

Berlin (dts) - Die Euro-Skepsis entwickelt sich zur politischen Kraft in Deutschland. Eine Emnid-Umfrage für das Nachrichtenmagazin "Focus" ergab, dass 37 Prozent der Bundesbürger eine eurokritische Partei wählen würden. Bei FDP- und Linke-Anhängern können sich das sogar rund zwei Drittel vorstellen.

Das Potenzial ist besonders hoch in den Bundesländern Sachsen, Thüringen (jeweils 45 Prozent) und Bayern (41 Prozent). Der frühere Chef des Industrieverbands BDI, Hans-Olaf Henkel, sagte "Focus", ihn erreichten vermehrt "Hilferufe" für eine solche Parteigründung. Er hatte sich als Kopf einer solchen Bewegung ins Spiel gebracht und kritisiert die schwarz-gelbe Europa-Politik. Henkel sagte, noch nie habe er so viel Zustimmung erhalten, insbesondere aus dem klassischen FDP-Milieu, wie von Mittelständlern, Selbstständigen und Akademikern. Sie seien besonders von der Gleichsetzung des Euro mit Europa genervt. Henkel will, dass die Liberalen umsteuern: "Besser als eine neue Partei wäre die alte FDP mit einem neuen Euro-Kurs. Dann wäre Schluss mit den Rettungsorgien zu Lasten der Bürger." Die FDP dürfe sich nicht länger für einen europäischen Zentralstaat starkmachen. "Wir wollten immer ein Europa der Vaterländer, bekommen jetzt das Vaterland Europa durch die Hintertür", kritisierte der Ex-BDI-Chef. Führe die FDP allerdings den Westerwelle-Kurs weiter, dann stünde er für die Gründung einer eurokritischen Partei zur Verfügung, so Henkel zu "Focus". Ein Punkt in seinem Parteiprogramm zur Bewältigung der Euro-Krise wäre dann der Austritt der nördlichen Euro-Länder und "die Neugründung einer härteren Euro-Währung, die den verbleibenden Euro-Ländern neue Wachstumschancen bietet".
DEU / Parteien / Daten
09.10.2011 · 11:51 Uhr
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