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Ultimatum gegen Gaddafis Geburtsstadt verlängert

Tripolis (dpa) - Die Aufständischen in Libyen haben nach einem Bericht des britischen Senders BBC das Ultimatum gegen dieTruppen des alten Gaddafi-Regimes in Sirte um eine Woche verlängert.

Damit haben die letzten Gaddafi-Getreuen in der rund 75 000 Einwohner zählenden Stadt Sirte bis Samstag kommender Woche Zeit, sich zu ergeben. Ursprünglich sollte das Ultimatum in der Nacht zum Samstag ablaufen, berichtete die BBC am Donnerstag.

Seit Tagen versuchen Stammesälteste, die Gaddafi-Truppen in der Stadt am Mittelmeer von einer Aufgabe zu überzeugen. Der arabische Fernsehsender Al-Dschasira hatte berichtet, dass die Bevölkerung gespalten sei. Eine Hälfte plädiere für Kampf und die andere für Kapitulation. Sirte ist die letzte libysche Stadt entlang der Küste von der Grenze zu Ägypten bis nach Tunesien, die noch nicht in Hand der Rebellen ist.

Die Aufständischen stecken in einer Zwickmühle. Einerseits hoffen sie darauf, dass nach einem Fall von Sirte auch die letzten Anhänger Gaddafis aufgeben. Andererseits wollen sie unbedingt ein Blutvergießen und eine Zerstörung der Stadt vermeiden, um den späteren Versöhnungsprozess im Land nicht noch komplizierter zu machen. Die Rebellen wollten sich auch nicht mit dem größten Stamm in Libyen, den Warfalla, anlegen, berichtete ein BBC-Korrespondent. Sie hätten Sorge, dass sich der Bürgerkrieg dann noch weiter hinausziehen könnte.

Konflikte / Libyen
01.09.2011 · 23:19 Uhr
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