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Ukrainischer Oligarch fordert EU-Sanktionen

Kiew (dts) - Der einflussreiche ukrainische Oligarch Petro Poroschenko verlangt EU-Sanktionen gegen Präsident Viktor Janukowitsch und fordert Hilfen aus Europa - wirtschaftliche, finanzielle und mittels Sanktionen gegen regimetreue Vertreter. Wegen der anhaltenden Verhaftungen und Folterungen im Land "brauchen wir eine Politik von Zuckerbrot und Peitsche", verlangte Poroschenko im Interview mit dem "Handelsblatt" (Dienstagausgabe). "Die EU sollte einen umfassenden Plan für Wirtschaftshilfen für die Ukraine vorlegen, den Ukrainern Visafreiheit anbieten. Und es sollte zugleich deutlich gemacht werden, dass diejenigen, die für diese Verbrechen verantwortlich sind, bestraft werden."

Bei den geforderten EU-Sanktionen "geht es ja nicht um Strafmaßnahmen gegen das Land, das Volk, sondern darum, die Machthaber von weiteren Gewalttaten abzuhalten. Eine massive Eskalation der Gewalt in Kiew muss gestoppt werden." Petro Poroschenko, ist einer der drei einflussreichsten Oligarchen der Ukraine und der einzige, der offen die Opposition unterstützt – als Abgeordneter in der Rada sowie als Besitzer des kritischen TV-Senders "5. Kanal". Er forderte im "Handelsblatt" auch eine Verfassungs-Änderung durch Rückkehr zur von Janukowitsch abgeänderten Konstitution von 2004 sowie "ein Datum für vorgezogene Neuwahlen", sagte der Großunternehmer. Poroschenko zeigte sich auch offen für Pläne aus der EU und dem deutschen Auswärtigen Amt, dass Brüssel mit der Ukraine und Russland verhandele: Er unterstütze Gespräche "mit jedem, der etwas erreichen kann. Allein mit Russland reden wir nicht. Aber gern zusammen mit der Uno, der EU, den USA."
Politik / Ukraine / EU / Proteste / Gewalt
04.02.2014 · 09:13 Uhr
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