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Überhangmandate im Bundeswahlrecht

Hamburg/Berlin (dpa) - Der Bundestag setzt sich aus Wahlkreis- und Listenkandidaten zusammen. Die Wähler erkennen diesen Unterschied auf ihren Stimmzetteln: Mit der Erststimme wird der namentlich genannte Direktkandidat der Parteien ausgewählt.

Das das Kreuz für die Zweitstimme bestimmt hingegen nur eine Partei ohne direkte Festlegung auf eine Person. Je nach Höhe der Zweitstimmen ziehen Kandidaten von den zuvor aufgestellten Landeslisten der Parteien in den Bundestag ein. Gewinnt eine Partei mit den Erststimmen nun aber mehr Direktmandate als ihr Sitze nach Zweitstimmen zustünden, darf sie diese «überhängenden» Sitze als «Überhangmandate» trotzdem behalten.

In einigen Landesparlamenten werden sogenannte Ausgleichsmandate an die übrigen Parteien verteilt, um den Überhang zu kompensieren. Das Wahlrecht für den Bundestag sieht Ausgleichsmandate aber nicht vor.

Bundestag / Parteien
29.06.2009 · 13:47 Uhr
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