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Übergangsrat: Nach Gaddafi-Sturz Wahlen in acht Monaten

Rom (dpa) - Die libyschen Rebellen wollen im kommenden Frühjahr Parlaments- und Präsidentenwahlen ausrichten. Der Vorsitzende des nationalen Übergangsrates, Mustafa Abdul Dschalil, kündigte Wahlen acht Monate nach dem Sturz des Diktators Muammar al-Gaddafi an.

«Wir wollen eine demokratische Regierung und eine gerechte Verfassung», sagte Dschalil der römischen Tageszeitung «La Repubblica» (Mittwoch) in Bengasi. «Vor allem wollen wir nicht mehr isoliert sein von der Welt, wie wir es bisher noch sind.»

Dschalil sicherte im übrigen zu, dass in dem befreiten Libyen die Menschenrechte und der Rechtsstaat respektiert werden sollen. «Und das Land trägt dazu bei, den Frieden und die internationale Sicherheit zu stabilisieren», erklärte er.

Das neue Libyen werde besondere Beziehungen zu den Ländern unterhalten, «die unseren Befreiungskampf von Anfang an unterstützt haben.» Libyen werde ein volles Mitglied der internationalen Gemeinschaft sein und alle zuvor eingegangenen Verträge achten.

Er wolle keine Racheakte und Exekutionen, sondern dass Gaddafi und seine Familie gefangen und vor Gericht gestellt würden, sagte er. «Das "neue Libyen" wird ein anderes Land sein müssen als in der Vergangenheit, begründet auf den Grundsätzen der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit.»

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Konflikte / Libyen / Italien
24.08.2011 · 14:54 Uhr
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