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TV: Nur noch ein Opfer auf Utøya vermisst

Auf der Insel Utoya starben mindestens 68 Mensc hen.Großansicht

Oslo (dpa) - Nach dem Massaker auf der norwegischen Insel Utøya wird nach unbestätigten Medienangaben noch ein Opfer vermisst.

Der Osloer Sender TV2 berichtete am Mittwoch unter Berufung auf Beteiligte an der Suchaktion, dass die Polizei die bisher veröffentlichte Zahl von vier oder fünf Vermisste intern nach unten korrigiert hat. Die Polizei kommentierte die Angaben nicht und will keine Vermisstenzahlen mehr veröffentlichen.

Ein Behördensprecher sagte lediglich, die Suche im Tyrifjord werde fortgesetzt. Die Insel soll bis auf weiteres für die Öffentlichkeit gesperrt bleiben. Bei dem Massaker am letzten Freitag hatte der Rechtsradikale Anders Behring Breivik auf Utøya mindestens 68 Teilnehmer eines sozialdemokratischen Jugend-Ferienlagers getötet.

Wegen des Schweigens der Polizei ist weiter unklar, ob noch Menschen nach der Explosion im Osloer Regierungsviertel mit mindestens acht Toten vermisst werden. Hier hatte Breivik zwei Stunden vor dem Massaker auf Utøya eine Autobombe platziert. Die Zahl der weiter Schwerverletzten nach beiden Terroranschlägen wird von Medien mit etwa 30 angegeben.

Die norwegische Polizei gab am Mittwoch 13 Namen von Toten des Massakers auf der Insel Utøya bekannt, darunter auch den eines 14 Jahre alten Mädchens. Am Vortag waren die ersten vier Namen bekanntgegeben worden.

Zu den am Mittwoch namentlich genannten Opfern gehören eine 43 Jahre alte Frau sowie ein 51-jähriger Mann. Alle anderen waren Jugendliche im Alter zwischen 14 und 19 Jahren. Sie gehörten zu den gut 600 Besuchern des sozialdemokratischen Jugendlagers auf der kleinen Fjordinsel Utøya, auf die der Rechtsradikale Anders Behring Breivik mit einem Schnellfeuergewehr und einer Pistole Jagd gemacht hatte. Er tötete bis zu seiner Festnahme mindestens 68 Menschen.

Durch die von ihm vorher im Osloer Regierungsviertel gelegte Bombe starben mindestens acht Menschen. Die Polizei will, wie bei Katastrophen in Norwegen üblich, die Namen aller Opfer veröffentlichen. Dies soll nach und nach geschehen, wenn die jeweilige Identifizierung abgeschlossen ist und die Angehörigen unterrichtet sind.

Terrorismus / Extremismus / Norwegen
27.07.2011 · 22:46 Uhr
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