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TV-Komponisten werfen Fernsehsendern Ausnutzung vor

Hamburg (dts) - TV-Komponisten werfen den großen Fernsehsendern vor, sich an ihrer Arbeit zu bereichern. "Viele Sender und Produktionsfirmen vergeben nur noch Aufträge an Komponisten, wenn sie selbst über eine Verlagsbeteiligung an den Gema-Einkünften beteiligt werden", sagte das Vorstandsmitglied beim Berufsverband Composers Club, Christian Wilckens, im Nachrichtenmagazin "Focus". "Oft handelt es sich um Scheinverlage, die keine verlegerische Leistung erbringen." Die Verwertungsgesellschaft Gema zahlt bei jeder Ausstrahlung einer Sendung Tantiemen für die darin enthaltene Musik. Ein gutes Drittel davon könnten Sender und Produzenten bei solchen Vertragskonstruktionen für sich verbuchen. Laut Insidern handelt es sich bei täglich laufenden Serien um bis zu sechsstellige Euro-Summen im Jahr. Eine interne Umfrage des Composers Club unter 135 Mitgliedern ergab, dass diese Praxis inzwischen bei den meisten privaten und öffentlich-rechtlichen Produktionen üblich sei. Auf Nachfrage des Magazins bestritten ARD, ZDF, die RTL-Mediengruppe und der ProSiebenSAT.1-Konzern die Vorwürfe.
DEU / Fernsehen / Komponisten
08.11.2009 · 13:20 Uhr
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