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Tunis verlängert Ausnahmezustand auf unbestimmte Zeit

Premierminister vom «Mutterland des arabischen Frühlings»: Nach dem Abgang des Diktators Zine el-Abidine Ben Ali hat Mohamed Ghannuci die Macht in Tunesien übernommen.Großansicht

Tunis/Paris (dpa) - In Tunesien hat die Übergangsregierung den Ausnahmezustand auf unbestimmte Zeit verlängert. Ein entsprechendes Dekret war am späten Dienstagabend im Amtsblatt des nordafrikanischen Staates veröffentlicht worden.

Der Ausnahmezustand setzt zahlreiche Bürgerrechte außer Kraft und gilt bereits seit dem Sturz des Diktators Zine el-Abidine Ben Ali am 14. Januar. Er war dann am 15. Februar einmalig bis Ende Juli verlängert worden. Im Mutterland des arabischen Frühlings hatte es in der Vergangenheit wiederholt gewaltsame Übergriffe gegeben. Für etliche Tunesier hat sich der Lebensstandard seit der Revolution im Januar verschlechtert. Die Investitionen aus dem Ausland sind eingebrochen und auch die Tourismusbranche steht vor dem härtesten Sommer der letzten Jahre.

Regierung / Tunesien
27.07.2011 · 10:15 Uhr
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