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Türkische Behörden gestehen nach Überschwemmungen Fehler ein

Istanbul (dts) - Nach den schweren Überschwemmungen im Nordwesten der Türkei haben die Behörden inzwischen Fehler eingestanden. So räumten türkische Politiker unter anderem Versäumnisse bei der Planung und Bauaufsicht ein. Die Folgen der Überschwemmungen seien durch illegale Bautätigkeiten in Flussbetten verschlimmert worden, da das Wasser nicht abfließen konnte. In einigen Stadtteilen von Istanbul sollen bis zu 90 Prozent der Gebäude illegal errichtet worden sein. In Zukunft müssten Standorte für Gebäude daher besser ausgewählt werden, forderte der Oberbürgermeister von Istanbul, Kadir Topbas. Bei der Unwetterkatastrophe verloren mindestens 31 Menschen ihr Leben. 24 Menschen starben allein im Stadtgebiet von Istanbul. Mehrere Personen werden noch vermisst. Mehrere Straßen und Stadtautobahnen waren zeitweise völlig überflutet und unpassierbar. Inzwischen haben in der Türkei die Aufräumarbeiten begonnen. Im Großraum Istanbul wurden mit schweren Baumaschinen Autos geborgen und Straßen vom Schlamm geräumt. Trotzdem bleibt die Situation weiter angespannt. So musste in der vergangenen Nacht ein achtstöckiges Haus wegen Einsturzgefahr geräumt werden. In anderen Stadtteilen von Istanbul kam es nach neuen Regenfällen wieder zu Überschwemmungen. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan bezeichnete die Unwetter als "Katastrophe des Jahrhunderts". Seit Dienstag waren nach Angaben der Behörden im Nordwesten der Türkei pro Quadratmeter knapp 220 Liter Regen gefallen. Normal ist im September ein Wert von 35 Litern pro Quadratmeter.
Türkei / Unwetter / Naturkatastrophe
10.09.2009 · 09:45 Uhr
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