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Türkei will mutmaßlichen Islamisten an Deutschland ausliefern

Gegen den 26-Jährigen aus Berlin ermittelt die Bundesanwaltschaft wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung. Foto: Ronald Wittek/ArchivGroßansicht

Berlin (dpa) - Die Türkei will Medienberichten zufolge einen mutmaßlichen Islamisten aus Berlin in den nächsten Tagen nach Deutschland abschieben.

Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe ermittele gegen den 26-Jährigen wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung, berichten übereinstimmend «Welt Online» und das Magazin «Spiegel».

Der gebürtige Berliner und seine damals schwangere Frau waren am 1. September 2010 auf der Rückreise von Pakistan nach Deutschland bei einer Zwischenlandung in Istanbul von türkischen Sicherheitskräften festgenommen worden. Die Frau brachte in der Untersuchungshaft ein Kind zur Welt und wurde bereits im Sommer 2011 nach Deutschland abgeschoben.

Jetzt sei auch die Auslieferung des Mannes von der türkischen Regierung bewilligt worden. «Die Überstellung nach Deutschland wird zeitnah erfolgen», zitiert «Welt Online» einen Sprecher des Auswärtigen Amtes.

Das Berliner Paar hatte sich den Berichten zufolge im Herbst 2009 in das pakistanische Stammesgebiet Waziristan abgesetzt, wo sich der Mann den Deutschen Taliban Mudschahedin angeschlossen haben soll. In einem Video der Organisation soll er nach Erkenntnissen der Staatsschützer unter dem Kampfnamen «Hamsa» aufgetreten sein.

Extremismus / Türkei / Deutschland
20.05.2012 · 14:29 Uhr
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