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Türkei will Kommando über Raketenabwehr

Premier ErdoganGroßansicht

Istanbul/Teheran (dpa) - Die Türkei will im Gegenzug für eine Zustimmung zum Aufbau der geplanten europäischen Nato-Raketenabwehr einen Teil der Kommandogewalt.

«Es ist wichtig, wer das Kommando führt. Wenn sie das System bei uns installieren wollen, sollte das Kommando an uns gehen», zitierten türkischen Zeitungen am Dienstag Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan. «Sonst können wir das nicht akzeptieren», sagte er.

Das Projekt soll am Freitag beim Nato-Gipfeltreffen in Lissabon beschlossen werden. Die Raketenabwehr soll vor allem aus der Verbindung bereits vorhandener Abwehrsysteme entstehen. Das System bietet nach den Plänen der Nato Schutz gegen Raketen, die aus dem Iran abgeschossen werden könnten. Der Westen verdächtigt den Iran auch, an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten.

Vor dem Gipfeltreffen hatte die Türkei zuletzt gebremst. So verlangte Ankara, dass das Nachbarland Iran nicht namentlich als einer wichtigsten Gründe für die Raketenabwehr genannt wird. Diese Forderung wird die Nato erfüllen, wie Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen deutlich gemacht hat.

Das iranische Außenministerium kritisierte die geplante Raketenabwehr am Dienstag als ein westliches Komplott zum Schutze Israels. «Regionale und islamische Staaten haben schon ihre Zweifel an diesem verdächtigen Schritt angemeldet, der vor allem das zionistische Regime unterstützen und schützen soll», sagte der Sprecher des Ministeriums, Ramin Mehmanparast, in Teheran. Die Staaten der Region würden dies aber nicht erlauben.

Nato / Verteidigung / Türkei
16.11.2010 · 15:33 Uhr
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