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Türkei und Israel legen Streit über gedemütigten Botschafter bei

Jerusalem/Istanbul (dts) - Der Streit zwischen Israel und der Türkei über die Demütigung eines türkischen Botschafters ist beigelegt. Die türkische Regierung hat heute eine Entschuldigung Israels akzeptiert. Am Dienstag hatte der stellvertretende israelische Außenminister Danny Ayalon den türkischen Botschafter Oguz Celikkol in der Knesset, dem Parlament Israels, empfangen. Beide wollten über die türkische Fernsehserie "Das Tal der Wölfe" diskutieren, die von israelischer Seite als antisemitisch bezeichnet wurde. Darin wird ein türkisches Kind von einem Mitarbeiter des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad entführt und anschließend im Kampf gegen Palästinenser ausgebildet. Im Rahmen des Treffens war Celikkol nach Ansicht der Türkei mehrfach gedemütigt worden. So musste der Botschafter auf einem niedrigeren Sofa als sein Gastgeber Platz nehmen. Auf dem Tisch habe außerdem nur eine israelische, jedoch keine türkische Flagge gestanden, Fernsehkameras zeichneten zudem den gesamten Termin auf. "Ich arbeite seit 35 Jahren als Diplomat im türkischen Außendienst und bin noch nie so gedemütigt worden", entrüstete sich Celikkol anschließend gegenüber der israelischen Zeitung "Jediot Achronot". Nach der Entschuldigung durch Israel erklärte der türkische Präsident Abdullah Gül das Problem als erledigt.
Israel / Türkei / Weltpolitik
14.01.2010 · 13:29 Uhr
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