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Türkei: Prozess um Alkoholvergiftung von Lübecker Schülern startet

Antalya (dts) - Im türkischen Antalya hat heute der Prozess gegen 13 Personen wegen Totschlags, versuchten Totschlags und Verstoßes gegen das Alkohol-Gesetz begonnen. Den elf Männern und zwei Frauen wird vorgeworfen, die Methanol-Vergiftung dreier Lübecker Berufsschüler verschuldet zu haben. Die Jugendlichen im Alter von 17, 19 und 21 Jahren hatten während einer Klassenfahrt im vergangenen März nach eigenen Angaben in ihrem Hotel Alkohol gekauft und getrunken. Dabei dachten sie, dass es sich um Wodka gehandelt habe, tatsächlich hatte sich jedoch giftiger Methylalkohol in den Flaschen befunden. Der 21-Jährige erlag noch im Hotel der Vergiftung, die anderen beiden fielen zunächst ins Koma und verstarben anschließend in einer Lübecker Klinik. Vier ebenfalls beteiligte Jugendliche überlebten mit leichten Vergiftungen. Das für alkoholische Getränke oder als "Trinkalkohol" bezeichnete Ethanol ist vom giftigen Methanol für Verbraucher nur schwer zu unterscheiden. Einige der Angeklagten haben unterdessen die Vorwürfe der Alkohol-Panscherei bestritten. Im Höchstfall drohen ihnen Haftstrafen von bis zu 25 Jahren, ein Urteil ist frühestens in einem halben Jahr zu erwarten.
Türkei / Justiz / Kriminalität
26.01.2010 · 13:40 Uhr
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