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Türkei fürchtet um Milliarden-Projekte in Libyen

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan (r) und Baghdadi Mahmudi, Generalsekretär des Allgemeinen Volkskomitees, weihen in Tripolis ein mit türkischer Unterstützung gebautes Hotel ein. (Archivbild)Großansicht

Istanbul (dpa) - Wegen der schweren Unruhen in Libyen fürchtet die türkische Wirtschaft nun um Aufträge in Milliardenhöhe. In dem nordafrikanischen Land seien mehr als 200 türkische Unternehmen aktiv, die Projekte im Umfang von 15 Milliarden US-Dollar (rund 11 Milliarden Euro) betreuten.

Das berichtete die türkische Tageszeitung «Sabah» am Dienstag. Bisher wurden nach Angaben vom Montag mindestens 14 türkische Großbaustellen geplündert oder teilweise in Brand gesetzt. Diese Baustellen allein hätten einen Auftragswert in Höhe von 3 Milliarden US-Dollar, berichtet die Zeitung weiter. Zudem beliefen sich bereits jetzt die vom libyschen Regime nicht bezahlten Rechnungen auf etwa eine Milliarde US-Dollar.

Türkische Unternehmen sind in vielen arabischen Ländern in der Baubranche und bei großen Infrastrukturprojekten engagiert. In Libyen leben etwa 25 000 türkische Staatsbürger, viele davon aus beruflichen Gründen. Die Regierung in Ankara hält sich bisher mit Kritik am Regime von Staatschef Muammar al-Gaddafi zurück und hat die sichere Ausreise der Landsleute zur wichtigsten Aufgabe erklärt.

Unruhen / Libyen / Türkei
22.02.2011 · 11:16 Uhr
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