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Trotz WM wenig Verletzte zum Liga-Start

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Berlin (dpa) - Wegen eines Muskelrisses fehlt «Fußballer des Jahres» Arjen Robben zum Bundesliga-Start, doch insgesamt verzeichnen die Clubs trotz der WM-Belastung im Sommer nicht mehr Verletzte als in den Vorjahren.

Stand Donnerstag fallen bei den 18 Erstligisten am 1. Spieltag etwa drei Dutzend Profis aus. Dies ergab eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa. Damit liegt die Verletztenquote im Bereich der vergangenen Saison und deutlich unter den Jahren 2007, 2002 und 1998, als mehr als 50 Akteure passen mussten.

Mit Dede, Mohamed Zidan und Hertha-Rückkehrer Florian Kringe ist die Verletztenliste bei Borussia Dortmund besonders prominent bestückt. Beim ersten BVB-Gegner Bayer Leverkusen ist Michael Ballack «wegen der guten Reha physisch weiter als normal», sagte Trainer Jupp Heynckes. Der Nationalmannschaftskapitän scheint seine schwere Sprunggelenksverletzung, die ihn die WM kostete, überwunden zu haben. Fehlen werden Bayer aber Nationalspieler Simon Rolfes und der dänische Neuzugang Nicolai Jörgensen.

Ärger gab es bei Meister Bayern München um Robbens Muskelriss. Der torgefährliche, aber auch verletzungsanfällige Offensivakteur nahm trotz der schweren Blessur an der WM in Südafrika teil. Nun fällt er drei Monate aus. Vom niederländischen Fußball-Verband fordern die Bayern eine Entschädigung. Außer auf seinen Landsmann muss Bayern- Coach Louis van Gaal noch längere Zeit auf Breno und möglicherweise Ivica Olic verzichten. «Das kann lange dauern», sagte van Gaal zu den Knieproblemen des Kroaten.

Fast sorgenfrei kommen Werder Bremen und der VfB Stuttgart aus der Vorbereitungsphase. Beide melden nur einen Verletzten. Allerdings traf es mit VfB-Kapitän Matthieu Delpierre und Werders Naldo tragende Spieler. Vor allem bei Naldo ist die Lage kompliziert. Trotz Individualtrainings sind die anhaltenden Kniebeschwerden «bisher nicht viel besser geworden», berichtete der 27-jährige Brasilianer. Ebenfalls einen Ausfall verzeichnen zum Auftakt der VfL Wolfsburg (Makoto Hasebe) sowie die Aufsteiger 1. FC Nürnberg (Rafael Okotie) und 1. FC Kaiserslautern (Pierre de Wit).

Die meisten Verletzten hat Borussia Mönchengladbach. In Christian Dorda, Igor de Camargo, Raul Bobadilla sowie Keeper Logan Bailly und Jungprofi Bernhard Janeczek sind gleich fünf Akteure vor der Partie gegen Nürnberg angeschlagen. Kaum besser geht es dem SC Freiburg. Der Schuh drückt vor allem im Sturm: Mit Jonathan Jäger, Papiss Cissé und Stefan Reisinger drohen gleich drei Angreifer gegen St. Pauli auszufallen. Beim Aufsteiger aus Hamburg wird Neuzugang Gerald Asamoah noch geschont. «Für ihn und für uns ist das ärgerlich, aber wir werden den Ausfall auffangen», versicherte Coach Holger Stanislawski.

Weil Stammkeeper Heinz Müller wegen eines Kreuzbandrisses nicht einsatzfähig ist, wurde Mainz 05 noch auf dem Transfermarkt aktiv. Der 38 Jahre alte Martin Pieckenhagen soll einspringen, wenn auch Müller-Ersatz Christian Wetklo ausfallen sollte. Für Chinedu Obasi von 1899 Hoffenheim kommt das erste Saisonspiel genauso zu früh wie für Pedro Geromel vom 1. FC Köln. Zudem fehlen Adil Chihi und Christopher Schorch den «Geißböcken» gegen Kaiserslautern. Bei Eintracht Frankfurt ist Martin Fenin gegen Hannover 96 nicht dabei, mit Abwehrchef und Kapitän Chris rechnet Coach Michael Skibbe erst «nächste Woche». Auf der Gegenseite fehlen der Schweizer WM-Spieler Mario Eggimann sowie Leon Andreasen und Altin Lala.

Schalke 04 steht unter anderem Neuzugang Tim Hoogland nicht zur Verfügung. Auch der Einsatz von Christian Pander gegen den Hamburger SV scheint ausgeschlossen. Die Hanseaten müssen ihrerseits zwei ihrer drei deutschen WM-Fahrer ersetzen. «Neben Dennis Aogo wird wohl auch Piotr Trochowski noch nicht dabei sein», erklärte Trainer Armin Veh. Nach überstandener Grippe soll Marcell Jansen vermutlich Aogo auf dessen Stammposition als Linksverteidiger ersetzen.

Fußball / Bundesliga / Verletzte
20.08.2010 · 23:32 Uhr
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