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Trotz Kritik: Quadriga-Preis geht an Putin

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Berlin (dpa) - Trotz heftiger Kritik soll Russlands Premier Wladimir Putin den deutschen Einheitspreis Quadriga erhalten.

Er werde wegen seiner «Verdienste für die Verlässlichkeit und Stabilität der deutsch-russischen Beziehungen ausgezeichnet», hieß es in einer Stellungnahme des Kuratoriums nach einem Krisentreffen.

Zur Kritik an fehlender Rechtstaatlichkeit in Putins Politik äußerte sich das Gremium nicht. Aus Sicht russischer Menschenrechtler ist die Auszeichnung mit Blick auf die Präsidentenwahl im kommenden Jahr eine «Wahlkampfhilfe».

Grünen-Chef Cem Özdemir hatte das Kuratorium zuvor verlassen. Er begründete den Schritt mit einer «unterschiedlichen Einschätzung über die Verdienste von Wladimir Putin für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit».

Weitere Preisträger in diesem Jahr sind die mexikanische Außenministerin Patricia Espinosa, die türkischstämmige Autorin und Lehrerin Betül Durmaz sowie der palästinensische Premierminister Salam Fayyad. Das Jahresthema der Quadriga ist «Leadership».

Auszeichnungen / 3. Oktober / Berlin / Russland
12.07.2011 · 14:44 Uhr
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