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Trends in der Lebensmittelindustrie: Energieeffizienz weiterhin Topthema. Kontaminierte Rohstoffe als Problem.

(pressebox) Essen, 17.04.2012 - Der im Rahmen der Studie von DNV Business Assurance bereits in den letzten Monaten erkannte Trend setzt sich fort: Effizientes Energiemanagement und nachhaltiges Handeln bleiben ein heißes Thema für Akteure der Lebensmittelbranche. Während Umweltproblemfelder wie Abfall- und Abwasserentsorgung, Emissionsmanagement sowie umweltfreundliche Verpackungen nach wie vor von Bedeutung sind, jedoch im Vergleich zu den Vormonaten im Hinblick auf ihre Relevanz für die Befragten leichten Schwankungen unterliegen, ist der Bedarf nach Energieeinsparmaßnahmen seit Beginn der Umfrage kontinuierlich gestiegen.

Dr. Andrea Niemann-Haberhausen, Manager Food Services bei DNV Business Assurance, stellt in diesem Zusammenhang fest: "Steigende Energiekosten stellen für Unternehmen der Lebensmittelbranche einen nicht unerheblichen Wirtschaftsfaktor dar. Ob es um die Kühlung, die Regelung der Raumtemperatur oder energiefressende Maschinen in der Produktion geht - neue und nachhaltige Lösungsansätze zur Senkung des Energieverbrauchs sind unerlässlich, um heute langfristig am Markt bestehen zu können." Niemann-Haberhausen fährt fort: " Dabei geht es auf der einen Seite natürlich um die Einsparung finanzieller Mittel. Gleichzeitig ist ein kontinuierliches Energiemanagement unabdingbar für Unternehmen, die ihre Umweltziele erfüllen sowie den Anforderungen ihrer Kunden im Hinblick auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit genügen möchten ". Die im Rahmen der vorliegenden Studie identifizierte proaktive Herangehensweise der Unternehmen an Themen wie Umwelt, Energie, Nachhaltigkeit oder Arbeitssicherheit bestätigt ihre Bedeutung für die Branche.

Ein Negativtrend lässt sich hingegen im Bereich der kontaminierten Rohstoffe feststellen: So empfinden die Befragten die Bedrohung der eigenen Wertschöpfungskette durch qualitativ unzureichende Rohstoffe seit Beginn der Befragung im Juli 2011 kontinuierlich als hoch - Tendenz steigend. Wurde die Bedrohung zu Beginn der Trendstudie auf einer Skala von -3 (große Bedrohung) und +3 (keine Bedrohung) noch durchschnittlich mit 0,16 Punkten eingeschätzt, so liegt sie inzwischen mit einem Durchschnittswert von -0,33 sogar im negativen Bereich. Gleichzeitig haben die Befragten mit Problemfeldern wie Keimbelastung, Sauberkeit und Hygiene sowie Kontamination durch Mitarbeiter zu kämpfen.

"Kontaminierte Rohstoffe, ein ungenügendes Hygienebewusstsein und damit häufig einhergehende mangelnde Personalhygiene oder Kreuzkontaminationen durch das Vermischen von reinen und unreinen Arbeitsschritten stellen nur einige der möglichen Gefahrenquellen in Produktionsbetrieben der Lebensmittelindustrie dar", so Dr. Andrea Niemann-Haberhausen. Ein mögliches Resultat mit großen Folgen: die letztjährige EHEC-Krise. "Es muss nicht immer gleich in einer Krise des Ausmaßes von EHEC enden", fährt Niemann-Haberhausen fort. "Wichtig ist jedoch, dass alle Akteure für die möglichen Gefahrenquellen sensibilisiert sind und bewusst ihren Beitrag dazu leisten, letztere zu minimieren."

DNV Business Assurance befragt seit Juli 2011 im Rahmen von Telefoninterviews Geschäftsführer sowie Qualitätsmanagementbeauftragte in der Lebensmittel- und Verpackungsindustrie. Bislang wurden 400 Personen befragt. Die Trendstudie, die auf einen Zeitraum von drei Jahren ausgelegt ist, fokussiert aktuelle Trends in der Lebensmittelindustrie und informiert in zweimonatlichem Rhythmus über Ergebnisse - mittels Pro Food Barometer. Darüber hinaus wird mit jeder Zwischenauswertung ein Index-Wert* ermittelt, der einen Trend im Zeitverlauf darstellt.

Der aktuelle Index-Wert liegt bei 59,9 - und erreicht damit nach seinem Höchststand von 60,2 im Vormonat Februar den zweithöchsten Wert seit Beginn der Studie. Der Index-Wert ist die Summe der gewichteten Mittelwerte aller Antworten (auf einer Skala von -3 bis +3) und bietet damit eine Orientierung, wie die befragten Unternehmen ihre Situation selbst einschätzen. Es ist zu erwarten, dass sich der Index-Wert im Zeitverlauf verändert. So lassen sich ggf. Rückschlüsse auf Positiv- oder Negativtrends ziehen.
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[pressebox.de] · 17.04.2012 · 18:14 Uhr · 259 Views
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