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Trauerandacht für verhungerte Dreijährige

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Thalmässing (dpa) - Bei einer Trauerandacht haben am Sonntag rund 250 Menschen im bayerischen Ort Thalmässing Abschied von der verhungerten dreijährigen Sarah genommen. Das Mädchen war unter den Augen ihrer Eltern verhungert.

Es starb am vergangenen Montag in einer Nürnberger Klinik, laut der Obduktion an Unterernährung. «Wir wollen mit dieser Andacht diesem schlimmen Ereignis, das hier in Thalmässing stattgefunden hat, einen Raum der Trauer, des Entsetzens und der Fassungslosigkeit geben», sagte Pfarrer Frank Zimmer in der St. Gotthard-Kirche.

Die Tragödie um das Mädchen hatte den 5300-Einwohner-Ort erschüttert. Trauergäste stellten am Sonntag Kerzen und Teddybären vor dem Haus des Mädchens auf. Sarahs Eltern waren Anfang 2005 nach Thalmässing gezogen. Die Familie soll ein zurückgezogenes Leben geführt haben.

Wegen des bedrohlichen Gesundheitszustands des Kindes hatten die 26-jährige Mutter und der 29-jährige Vater am vergangenen Wochenende einen Notarzt gerufen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen gemeinschaftlichen Totschlags durch Unterlassung gegen die Eltern. Der Vater sitzt in Untersuchungshaft, die Mutter liegt mit einer lebensgefährlichen Erkrankung in der Intensivstation einer Klinik.

Kriminalität / Kinder
16.08.2009 · 12:33 Uhr
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