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Totes Baby in Potsdam: Kind lebte bei Geburt

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Potsdam (dpa) - Das Baby, das tot in einem blutverschmierten Handtuch in Potsdam gefunden worden ist, hat bei der Geburt noch gelebt. Ermittelt wird wegen Mordes - die Mutter ist noch nicht gefunden.

Das kleine Mädchen war bei der Geburt lebensfähig, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Potsdam am Samstag sagte. Das sei das vorläufige Ergebnis der Obduktion. Die Mutter des Neugeborenen war zunächst nicht auffindbar. Es lägen allerdings zwei Hinweise vor, denen nachgegangen werde, erklärte der Sprecher.

Ein Anwohner hatte einen Tag vor Heiligabend den grausigen Fund gemacht - in einem Garagenhof in der Nähe eines Plattenbauviertels an der Bahnstrecke Potsdam-Beelitz-Schönefeld. Der Mann stieß auf ein blutverschmiertes Handtuch, in das das Kind gewickelt war. Eine herbeigerufene Notärztin stellte den Tod des Säuglings fest. Ob das Baby auf dem Gelände abgelegt oder aus einem Zug geworfen wurde, ist bislang unklar.

Die Polizei sperrte die Fundstelle ganz in der Nähe von Park Sanssouci ab. Das Wohngebiet gilt nicht als sozialer Brennpunkt. Bei den Ermittlungen am Freitag nutzte die Polizei auch Leichen- und Personenspürhunde. Die Fahnder setzen bei der Tätersuche auf veröffentlichte Fotos von dem Handtuch. Es ist ein helles Frottierhandtuch der Marke «Facotti» mit der Aufschrift «Fitness».

Brandenburg / Kriminalität
24.12.2011 · 15:26 Uhr
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