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Tote und Verletzte bei Explosionen in Rangun

In der birmanischen Hafenstadt Rangun sind mindestens neun Menschen durch Anschläge ums Leben gekommen.Großansicht
Rangun (dpa) - Eine Serie von Explosionen hat in der birmanischen Hafenstadt Rangun am Donnerstag mindestens neun Menschenleben gefordert. Das berichteten Krankenhäuser. Mindestens 62 Menschen seien verletzt worden.

Das staatliche Fernsehen sprach am Abend von sechs Toten und 75 Verletzten. Wer für die Explosionen verantwortlich war, blieb zunächst unklar. Drei Bomben explodierten nach Angaben aus Sicherheitskreisen am Nachmittag an einem See in der Innenstadt, wo zu dem Zeitpunkt tausende Menschen zum traditionellen Neujahrsfest auf den Straßen waren.

Birma ist seit 1962 eine Militärdiktatur. Die Junta hat jede Lockerung ihres Überwachungsapparats mit dem Hinweis auf drohende ethnische Konflikte in dem Vielvölkerstaat stets abgelehnt. In diesem Jahr sollen erstmals seit 1990 Wahlen stattfinden. Damals gewann die Opposition von Aung San Suu Kyi, die später den Friedensnobelpreis erhielt. Das Ergebnis erkannte die Junta nie an. Suu Kyi ist seit Jahren unter Hausarrest eingesperrt.

Vor fünf Jahren waren bei Bombenexplosionen in Rangun in einem Einkaufsbezirk elf Menschen ums Leben gekommen und 160 verletzt worden. Damals machten die Behörden Rebellenbewegungen der Karen- und Shan-Völker verantwortlich. Sie haben die Zentralregierung Jahrzehnte lang bekämpft.

Konflikte / Birma
15.04.2010 · 16:03 Uhr
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