News
 

Tote bei Explosion in russischem Munitionslager

Russisches MunitionsdepotGroßansicht
Moskau (dpa) - Bei einer verheerenden Explosion in einem Munitionslager der russischen Kriegsmarine sind mindestens 2 Menschen getötet und 44 weitere verletzt worden.

Der Unfall in einer Sprengstoffbeseitigungsanlage in der Stadt Uljanowsk an der Wolga hatte am Freitagabend einen Großbrand ausgelöst, bei dem dann auch Minen, Torpedos und Bomben explodierten.

Das Feuer wurde in der Nacht zum Samstag gelöscht. Wegen der Gefahr herumliegender Munitionsteile wurden tausende Bewohner in Sicherheit gebracht. Der russische Präsident Dmitri Medwedew verlangte eine Aufklärung der Unglücksursache sowie verbesserte Sicherheitsvorkehrungen in Militärobjekten dieser Art.

Vermutlich hatte eine Mitarbeiterin der Vernichtungsanlage aus Unachtsamkeit die Explosion eines Sprengkörpers ausgelöst. Dies führte zu einer Kettenreaktion. Die Frau habe lebensgefährliche Verbrennungen erlitten, teilte der Gouverneur des Gebiets Uljanowsk, Sergej Marosow, mit. Die Geschosssplitter flogen mehrere hundert Meter weit. Bei dem Unglück starben ein Matrose und ein Fähnrich, wie der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Alexej Kusnezow, nach Angaben der Agentur Ria Nowosti sagte. Dutzende Militärangehörige waren aus einem Schutzkeller gerettet worden.

Das Feuer hatte sich am Freitag rasch über eine Fläche von bis zu 800 Quadratmetern ausgebreitet. Die Flammen loderten turmhoch über der Stadt. Umweltschutzbehörden gaben allerdings Entwarnung. Es gebe weder erhöhte chemische noch radioaktive Messwerte. Daher bestehe keine Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung. Aus Angst vor giftigen Dämpfen versiegelten dennoch tausende Menschen ihre Fenster mit Decken und Kissen. Wegen der Druckwelle von den explodierten Sprengsätzen waren hunderte Scheiben in Wohnungen geborsten.

In Russland kommt es wegen mangelnder Brandschutzvorkehrungen, aber auch wegen ungenügender Vorbereitung der Menschen auf Notfälle immer wieder zu schweren Großbränden mit hohen Opferzahlen. Medwedew wies die Regierung an, ähnliche Anlagen wie die in Uljanowsk landesweit zu überprüfen und die Sicherheitsvorkehrungen zu verbessern. Die Untersuchungen an der Unglücksstelle in Uljanowsk dauerten auch am Wochenende an.

Unfälle / Brände / Russland
14.11.2009 · 14:20 Uhr
[0 Kommentare]

Die aktuellen Schlagzeilen

 
 

 

News-Archiv

 
Diese Woche
19.01.2017(Heute)
18.01.2017(Gestern)
17.01.2017(Di)
16.01.2017(Mo)
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News

Weitere Themen