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Tote bei Busexplosion in Damaskus

Syrische FlaggeGroßansicht
Damaskus (dpa) - In der syrischen Hauptstadt Damaskus sind am Donnerstag mehrere Menschen getötet worden, als ein Pilgerbus aus dem Iran an einer Tankstelle explodierte.

Krankenhausärzte sagten, unter den Toten seien der iranische Busfahrer und drei Mitarbeiter einer Tankstelle. Augenzeugen berichteten, zahlreiche Menschen seien verletzt in das nahe gelegene Imam-Chomeini-Krankenhaus gebracht worden. Nach Angaben des syrischen Innenministers Said Sammur handelte es sich bei der Explosion um einen Unfall und nicht um einen Terrorakt. Die Aufräumarbeiten am Ort der Explosion verliefen jedoch so auffallend schnell, dass bei einigen Beobachtern Zweifel an dieser offiziellen Version aufkeimten.

Der Bus stand nach Augenzeugenberichten an einer Tankstelle im Vorort Sajjida Seinab, als es im hinteren Teil des Fahrzeuges zu einer Explosion kam. Der Schrein von Sajjida Seinab, der Enkelin des Propheten Mohammed, ist ein Wallfahrtsziel, das vor allem schiitische Muslime anzieht. In dem Viertel wohnen viele schiitische Flüchtlinge aus dem Irak. Die meisten Pilger, die den Ort besuchen, kommen aus dem Iran. Syrien ist der engste Verbündete des Irans in der Region. Am Donnerstag hielt sich der iranische Atom-Unterhändler Said Dschalili zu Gesprächen mit der syrischen Führung in Damaskus auf.

In dem gleichen Viertel waren durch einen Bombenanschlag im September vergangenen Jahres 17 Menschen ums Leben gekommen. Der Anschlag soll damals von militanten Islamisten aus dem Irak geplant worden sein.

Explosionen / Syrien / Iran
03.12.2009 · 11:51 Uhr
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