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Tote bei Anschlag auf Armeebasis im Nordkaukasus

Selbstmordattentat in NordkaukasusGroßansicht

Moskau (dpa) - Bei einem Autobombenanschlag auf einen russischen Militärstützpunkt im Nordkaukasus hat ein Selbstmordattentäter mindestens drei Soldaten mit in den Tod gerissen.

32 Menschen seien bei dem Attentat in der Teilrepublik Dagestan verletzt worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau am Sonntag nach Angaben der Agentur Interfax mit. Im Nordkaukasus, in dem auch die Konfliktrepubliken Tschetschenien und Inguschetien liegen, kämpfen islamistische Separatisten seit Jahren gegen kremltreue Einheiten für ein unabhängiges «Emirat».

Der Attentäter raste den Angaben zufolge mit seinem Auto in der Nacht zum Sonntag in das Tor des Stützpunktes bei der Stadt Buinaksk. Das Fahrzeug sei mit bis zu 50 Kilogramm des Sprengstoffs TNT beladen gewesen. Wachmänner hätten den Eingang eilig mit Lastwagen blockiert und damit noch mehr Opfer verhindert. Mehrere Verletzte wurden in ein Spezialkrankenhaus im südrussischen Rostow am Don geflogen. Als Ermittler zum Tatort fuhren, explodierte am Straßenrand eine weitere Bombe. Dabei wurde niemand verletzt.

Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow informierte Kremlchef Dmitri Medwedew über den Anschlag. Der Präsident versprach den Verletzten und Angehörigen Unterstützung. Die Behörden verschärften die Sicherheitskontrollen an Militärstützpunkten in Südrussland.

Am Vortag hatte der dagestanische Minister für die Nationalitätenpolitik, Bekmursa Bekmursajew, ein Attentat leicht verletzt überlebt. Sein Fahrer wurde getötet und zwei Leibwächter wurden verletzt, als ein Sprengsatz unter Bekmursajews Wagen explodierte. Unterdessen wurde ebenfalls in Dagestan die Leiche eines Polizisten gefunden, der am Freitag entführt worden war. In der nordkaukasischen Teilrepublik Kabardino-Balkarien erschoss ein Mann einen Polizisten, der ihn kontrollieren wollte.

Konflikte / Kaukasus / Russland
05.09.2010 · 11:07 Uhr
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