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Top-Ökonom hält zweites EU-Rettungspaket für Griechenland für möglich

Brüssel/ Athen (dts) - Thomas Straubhaar, Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitutes (HWWI) glaubt, dass sich EU, Europäische Zentralbank (EZB), Ratingagenturen und private Gläubiger in den kommenden Tagen auf einen Kompromiss für Griechenland einigen werden. "Griechenland wird ein zweites Rettungspaket erhalten, im Gegenzug werden die Daumenschrauben für das Land weiter angezogen. Parallel werden Banken die Laufzeiten ihrer griechischen Anleihen `freiwillig` verlängern, ohne dass die Ratingagenturen dies als Zahlungsausfall werten", sagte Straubhaar der "Welt" (Freitagausgabe).

Die Agentur Fitch habe dazu ihre Bereitschaft ja bereits signalisiert. Straubhaar fordert allerdings weitergehende Schritte: "Die EZB muss wieder in ihre Unabhängigkeit entlassen werden, die Vermischung von Geld- und Fiskalpolitik muss ein Ende haben." Deshalb sollten die von der EZB aufgekauften Staatsanleihen vollständig von der Notenbankbilanz in den Rettungsschirm EFSF überführt und ab 2013 vom Rettungsfonds ESM übernommen werden. "Diese Lösung ließe sich gut verkaufen und alle Beteiligten könnten ihr Gesicht wahren", sagte Straubhaar.
DEU / EU / Griechenland / Wirtschaftskrise / Finanzindustrie / Proteste
16.06.2011 · 18:32 Uhr
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