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Tod und Zerstörung durch Regen in Mittelamerika

Tropenstrum in Mittelamerika - HondurasGroßansicht
Guatemala-Stadt/Tegucigalpa/San Salvador (dpa) - Tropensturm «Agatha» hat mit seinen Regenmassen Tod und Zerstörung nach Mittelamerika gebracht.

Guatemalas Präsident Álvaro Colom sagte, die Zerstörungen seien schwerwiegender als nach den Wirbelstürmen «Mitch» (1998) und «Stan» (2005). Bislang wurden in Guatemala, El Salvador und Honduras 149 Todesopfer gezählt, viele Menschen werden aber noch vermisst. Mehr als 160 000 Einwohner mussten in Sicherheit gebracht werden. Erdrutsche und Überschwemmungen zerstörten zahlreiche Verbindungswege, viele Orte sind von der Außenwelt abgeschnitten.

Am stärksten betroffen ist Guatemala, das zudem mit den Folgen eines Vulkanausbruchs fertig werden muss. Dort starben mindestens 123 Menschen, 60 Menschen werden vermisst, wie der Katastrophenschutz am Dienstag berichtete. In Honduras stieg die Zahl der Toten auf 17, in El Salvador verloren mindestens neun Einwohner das Leben. Internationale Hilfe traf in Guatemala zunächst nicht ein, da der Flughafen von Guatemala-Stadt geschlossen war. Er sollte den Betrieb am Dienstag wieder aufnehmen.

In Guatemala spülte der seit Donnerstag andauernde Regen Straßen weg, schlossen Wassermassen, Geröll- und Schlammlawinen ganze Dörfer ein. Zahlreiche Eingeschlossene mussten mit Hubschraubern von den Dächern ihrer Häuser gerettet werden. In der Hauptstadt riss das Wasser nach dem Einbruch eines Kanals unter der Stadt ein riesiges, 30 Meter tiefes Loch, in das ein ganzes Gebäude versank. In der Nähe der Hauptstadt spie zudem der wiedererwachte 2500 Meter hohe Vulkan Pacaya nach mehreren Explosionen Asche und Steine. Am Wochenende waren zwei Menschen von Steinen erschlagen worden.

Mittelamerika / Unwetter / Guatemala
01.06.2010 · 16:19 Uhr
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