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Tillich will Sachsen mit neuem Elan regieren

Tillich und ZastrowGroßansicht
Dresden (dpa) - Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) will das Land mit neuem Elan regieren. Die vier neuen Minister seien auch ein Ausdruck davon, dass «zusätzlicher Schwung in die Arbeit der sächsischen Staatsregierung hineingetragen wird.»

Diese Regierung werde die Antworten auf die Fragen der Zukunft gemeinsam geben, sagte Tillich bei der Vorstellung der neuen Ressortchefs im schwarz-gelben Kabinett. Zu Details äußerte er sich nicht.

Mit der parteilosen Wissenschafts- und Kunstministerin Sabine Freifrau von Schorlemer (50) sorgte Tillich für eine Überraschung. Sie hat offensichtlich auch keine Ambitionen, in die CDU einzutreten. «Ich gehe davon aus, dass Kultur keine parteipolitischen Grenzen kennt», sagte die Professorin.

Tillich hatte nahezu die Hälfte seines Kabinetts ausgewechselt. Neu sind neben Staatsministerin von Schorlemer Innenminister Markus Ulbig (CDU) und die FDP-Minister Jürgen Martens (Justiz) und Sven Morlok (Wirtschaft), der zugleich stellvertretender Regierungschef ist. Der Rest saß schon zuvor am Kabinettstisch: Christine Clauß (Soziales), Roland Wöller (Kultus), Frank Kupfer (Umwelt/Agrar), Johannes Beermann (Staatskanzlei) und Georg Unland (Finanzen). Bis auf den parteilosen Unland sind alle in der CDU.

Ulbig soll kommunale Erfahrung in die neue Regierung einbringen. «Ich habe dieser Bitte nach kurzer Überlegung entsprochen», sagte er. Die Grünen begrüßten seine Ernennung. Als Oberbürgermeister von Pirna habe er sich vor allem durch sein konsequentes Engagement gegen Rechtsextremismus ausgezeichnet, erklärte der Grünen-Abgeordnete Karl-Heinz Gerstenberg. Justizminister Martens galt bisher als Verfechter des «Paragrafenprangers», der überflüssige Gesetze verschwinden lassen oder entschlacken soll. Wirtschaftsminister Morlok war bisher Geschäftsführer einer Firma für Betonbau.

Bei der Landtagssitzung am Mittwoch ging es nur um die neuen Minister. An diesem Donnerstag kommt das Kabinett erstmals zusammen, eine weitere Sitzung ist am 6. Oktober geplant. Dann soll auch der Rest der Staatssekretäre berufen werden.

Koalition / Sachsen
30.09.2009 · 12:40 Uhr
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