News
 

Tief «Daisy» kommt von Westen - 150 Flüge gestrichen

Wegen des Tiefs
Hamburg (dpa) - Das angedrohte Tief «Daisy» mit heftigen Schneefällen und Sturm zieht am Samstagvormittag langsam von Westen heran: Später als erwartet begann es in Nordrhein-Westfalen und Hessen stark zu schneien.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hob aber am Samstag die Unwetterwarnungen für die südlichen und mittleren Teile Deutschlands schrittweise auf. «Daisy» verlagere sich im Tagesverlauf vor allem in den Norden des Landes, hieß es.

Der Betrieb auf den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn lief nach Angaben eines Flughafensprechers am heutigen Vormittag zunächst ohne Behinderungen. Seit Freitagabend sind auf dem Flughafen in Frankfurt am Main allerdings 150 Flüge gestrichen worden. Grund seien starker Schnee, Wind und schlechte Sicht gewesen.

Für 300 bis 400 Lastwagenfahrer an der deutsch-französischen Grenze im baden-württembergischen Neuenburg entspannte sich die Lage: Die französischen Behörden ließen die auf der Autobahn 5 gestauten Fahrzeuge am Vormittag wieder auf die zuvor gesperrte Autobahn 35. Seit Freitagabend hatten die Lastwagenfahrer bei Minus-Temperaturen auf der Autobahn 5 ausgeharrt. Sie waren von deutschen Helfern mit Decken und Tee versorgt worden.

Da Tief «Daisy» langsamer als erwartet nach Deutschland zog, war in der Nacht das große Schneechaos auf den Straßen ausgeblieben. In einer ersten Zwischenbilanz zählte die Polizei in Nordrhein- Westfalen in der Nacht zum Samstag 108 witterungsbedingte Unfälle mit mehreren Verletzten. Ein Mensch, der in einem Auto mit Sommerreifen unterwegs war, kam ums Leben.

Die Landespolizeidirektion Stuttgart registrierte von Freitagmittag bis Mitternacht 170 Unfälle. Nach Angaben eines Sprechers wurden sieben Menschen leicht und einer schwer verletzt. Durch Schneefälle kam es auch in Bayern zu zahlreichen Verkehrsunfällen. In der Thüringen knickten Bäume um und behinderten zeitweise den Verkehr auf Landes- und Bundesstraßen.

Im Norden und Osten verlief die Nacht ohne größere Probleme. Trotz der bislang ruhigen Lage rechnen die Behörden weiterhin mit Unwetter bis Sonntag. «Im ganzen Land sind weiterhin Rettungskräfte, Polizei- und Feuerwehrbeamte sowie die Bundeswehr in Alarmbereitschaft und auf alles eingestellt», sagte der Sprecher des Lagezentrums in Kiel.

Wetter / Verkehr
09.01.2010 · 11:55 Uhr
[0 Kommentare]

Die aktuellen Schlagzeilen

 
 

News-Suche

 

News-Archiv

 
Diese Woche
18.12.2017(Heute)
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News

Weitere Themen