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Thüringen prüft Vergangenheit der Bombenbauer

Erfurt (dpa) - Das Thüringer Innenministerium lässt das Vorleben des Trios prüfen, das mit dem Heilbronner Polizistinnenmord und den sogenannten Döner-Morden in Verbindung steht.

Er werde dafür eine Kommission einrichten, die unabhängig vom Verfassungsschutz ermittelt, kündigte Innenminister Jörg Geibert (CDU) am Freitag in Erfurt an. Auch die Verflechtungen der drei mit anderen Straftaten müssten überprüft werden. Geibert zeigte sich erleichtert, dass der Generalbundesanwalt «das Verfahren an sich gezogen» habe.

Die zwei Männer, die sich vor einer Woche nach einem Banküberfall in Eisenach tot aufgefunden wurden, und ihre mittlerweile verhaftete 36-jährige Mitbewohnerin Beate Z. waren 1998 untergetaucht. Sie hatten in Jena eine Bombenwerkstatt betrieben und waren laut Geibert in der rechtsextremen Szene aktiv. Bereits damals sei geprüft worden, ob sie einer kriminellen oder terroristischen Vereinigung angehören könnten, sagte der Präsident des Landeskriminalamtes Werner Jakstat. Das habe die Staatsanwaltschaft damals aber verneint.

Der Thüringer Verfassungsschutz hat nach eigener Aussage auch nach Einstellung des Verfahrens 2003 keine ernstzunehmenden Hinweise auf den Aufenthaltsort des Trios bekommen. Es gebe auch keine Hinweise auf eine nachrichtendienstliche Zusammenarbeit, betonte Roger Derichs vom Landesamt für Verfassungsschutz.

Kriminalität / Polizistenmord / Extremismus
11.11.2011 · 22:38 Uhr
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